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Brauche ich einen RSS-Feed? Womit lese ich ihn?

rss

Die gute Nachricht zuerst. Alle WordPress-Blogs generieren ganz automatisch einen RSS-Feed.

Der Feed liegt unter www.meinblog.de/feed

Wenn ihr nun diese Adresse oben durch eure Blogadresse ersetzt, seht ihr euren eigenen RSS-Feed. RSS steht übrigens für Rich Site Summary  (ursprünglich) und nun für  Really Simple Syndication kurz RSS.
RSS wurde erfunden, um stetige Updates der Lieblingswebsites zu bekommen, ohne ständig die Seite aufzurufen und ohne zu wissen, ob etwas Neues gepostet wurde.

Früher, als die Websites noch nicht dynamisch waren, machte man sich ein Lesezeichen und surfte seine Lieblingswebsites regelmäßig ab. Als es noch keine Blogs gab und die Updates nicht so häufig kamen, reichte das auch. Mit der Zeit kamen aber die Onlinetagebücher in Mode und man besuchte seine Lieblingsseiten häufiger.
Es gab auch noch kein Facebook und kein Twitter und alle waren noch nicht so vernetzt. Manchmal kuckte man jeden Tag 20 Sites an, ob ein neuer Artikel erschienen war und mal gab es was und mal nicht. Das konnte auch schon recht nervig sein.
Wäre es da nicht wunderbar, immer ein Update seiner Liebligsseite zu bekommen, wenn auch wirklich etwas passiert ist?

RSS war die Lösung

RSS erlaubt den Bloggern/ Shopbesitzern/ Websitebetreibern, den Lesern seine Seite zum “Abo” zur Verfügung zu stellen.  Es wird von der Website eine Datei zur erstellt, die mit dem Browser, dem Mailprogramm oder auch verschiedenen Feedreadern (spezielle Software zum verwalten von RSS-Feeds) ausgelesen werden kann.

Ohne ein entsprechendes Programm kann man jedoch mit dem Feed meist nicht so viel anfangen.

So sieht der Feed von Cozy & Cuddly aus, wenn man http://www.cozy-and-cuddly.de/feed/ im Browser aufruft

feed

Der RSS-Feed wenn er nicht im Feedreader angesehen wird.

Das gibt nicht viel her, oder? Trotzdem steht alles drin, was wichtig ist. Und der Feedreader kann die Informationen genau wiedergeben und auch zur Seite weiterleiten, wenn es gewünscht ist.

Feedreader?

Mit dem Feedreader kann man seine Blogs bequem lesen und auch organisieren. Man muss die Blogs nicht mehr einzeln absurfen, sondern kann sie bequen in einer einzigen Software lesen. Für jemanden wie mich, der mehr als 500 Blogs aus den Bereichen Web-Design und Entwicklung, Recht, SEO aber auch DIY, Food und Living auf seiner Leseliste hat, eine enorme Erleichterung.

Der bekannteste Feedreader ist der “Google Reader” der ab 1.7. 2013 leider seinen Dienst einstellt. Viele Blogspot-User haben damit einen Feedreader verwendet, ohne sich vielleicht darüber bewusst zu sein, denn die Google bzw. Blogger Leseliste macht nichts anderes, als die Feeds der Seiten auszulesen und vereinfacht darzustellen.

Was macht ein Feedreader?

Der Feedreader kann die RSS-Datei auslesen und wieder in eine lesbare Seite umwandeln. Je nachdem welche Einstellungen der Blogger an seiner Seite vorgenommen hat, zeigt der Feedreader den ganzen Artikel mit Bildern oder nur einen Auszug des Artikels  an.

Welche Feedreader gibt es?

Einige… Es gibt zum einen die Möglichkeit, die Feeds im Browser zu verwalten, das funktioniert dann so ähnlich wie bei den Lesezeichen. Klingt auf den ersten Blick einleuchtend, ist aber sehr unübersichtlich, wenn man viele Blogs liest. Auch mit vielen E-Mail-Programmen kann man sogenannte “News” abonnieren. So habe ich es am Anfang auch gemacht. Aber auch diese Variante ist sehr schnell unübersichtlich.

bloglovin

Der Dienst “Bloglovin” funktioniert ähnlich wie ein Feedreader. Auch dort kann man die Blogs mit Bloglovin abonnieren – und was ganz vorteilhaft ist – in Gruppen organisieren. Die Sortierung ist aber ein bisschen unkommod und muss für jedes Blog einzeln gemacht werden. Bei vielen Blogs oder einer importierten Liste ist auch das sehr mühsam.

bloglovin_gruppen

Es gibt auch noch weitere Dienste und auch Programme, die man sich auf den Mac oder PC installieren kann. Ich habe auch eine Zeitlang “NetNewsWire” verwendet. Diese Software gab es sowohl für iPad und iPhone, als auch für Mac und das Tolle daran war, dass sich die Software mit dem Google-Reader synchronisiert hat und damit bereits gelesene Artikel auf allen verwendeten Systemen als gelesen markiert worden sind. Da die Software jedoch auf den Google Reader angewiesen ist, gibt es derzeit noch keine Lösung dafür, wie es mit der Software weitergeht >siehe Beitrag im Blog von Blackpixel. Eins steht jedoch fest: Sie arbeiten fieberhaft an einer Lösung.

Mein liebster Dienst ist Feedly

Feedly Logo - Black Color

Feedly ist ein relativ junger Dienst, der sich auch dadurch ausgezeichnet hat, sich mit dem Google-Reader zu synchronisieren.

Jetzt wurde der Dienst so umgebaut, dass man den Feed aus dem Google Reader nur einmal importieren muss.

Das Tolle an Feedly ist, dass es eine Anwendung für fast alle Endgeräte gibt. Es gibt tolle Apps für Android, Kindle, iPhone und iPad und ausserdem ein Add-On für Firefox. Seitdem ist das Feeds Abonnieren wieder easy geworden.
Feedly zeichnet sich nicht nur durch eine benutzerfreundliche Oberfläche aus, sondern auch durch den besonderen “Magazin-Stil”

feedly-low-res

Der Feed ist schnell eingerichet und kann mitsamt der Kategorien aus dem Google-Reader heruntergeladen werden. Zur Organisation der Feeds empfehle ich die Anwendung in Firefox. Dort können die Feeds nämlich ziemlich bequem per Drag & Drop in verschiedene Ordner/ Kategorien verschoben werden.

Besonders im iPad macht das Lesen dann richtig Spaß. Die Feeds werden dann nach meinen vorgegebenen Themen gegliedert und wie in einer Zeitschrift oder einen Onlinemagazin dargestellt. Ansprechende Artikelbilder fallen also viel mehr ins Auge.

Weitere Vorteile von RSS-Readern

Viele Dienste machen es den Lesern leicht, Lieblingsartikel und tolle Tipps per Social-Media zu teilen. Anbieter wie IFTTT.com haben Automatismen entwickelt, mit denen man verschiedene Social-Media-Känäle und deren Funktionen miteinander verknüpfen kann. So habe ich z.B. immer meinen Google-Reader mit meinem Seiten-Wechsel Twitter-Account verknüpft. Wenn ich in Google einen Artikel geliked habe, wurde er automatisch getweeted. So hatte ich einen interessanten Mehrwert für meine Follower. Auch Feedly bietet eine ähnliche Funktion an. Dort kann man verschiedene Social-Media-Dienste hinterlegen und damit schöne und nützliche Artikel bequem mit Freunden und Followern teilen.

RSS und Wordpress

Grundsätzlich wird in WordPress nur ein Artikel-Feed generiert. Seiten oder z.B. Shopartikel aus WooCommerce werden nicht automatisch in den Feed aufgenommen. Genauso sieht es mit Bildern aus. Aber das Schöne an WordPress sind ja die unzähligen Plugins. Das Plugin oQey Rss sorgt zum Beispiel dafür, dass Bilder in den Feed eingebunden werden. RSS Includes Pages stellt auch die Seiten im RSS-Feed dar.  

Was sind die Nachteile von RSS?

Nun, ein Nachteil liegt auf der Hand: Mein wunderschönes Blogdesign, besondere Aktionen oder auch Sponsoren in der Sidebar werden eventuell nicht gesehen, da der Blog nicht mehr direkt angesurft wird.

Wie kann man das lösen?

Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, nicht den ganzen Artikel sondern nur einen Auszug im Feed zur Verfügung zu stellen. Damit werden die User gezwungen, das Blog aufzurufen, um den ganzen Artikel zu lesen. Dies ist auch eine Möglichkeit, doppeltem Content vorzubeugen. Der Feed kann nämlich von anderen Websites ausgelesen und dargestellt werden (z.B. RSS-verzeichnisse)

Wenn man das nicht möchte, gibt es auch Plugins, die z.B. Werbebanner oder Sponsoren-Links in den RSS-Feed einbinden.

Auch wenn der RSS-Feed schon viele Male totgesagt wurde, ist er immer noch die beste und einfachste Möglichkeit, viele Blogs regelmässig zu lesen und nichts zu verpassen.

Author:

Ich bin Daniela Müller, Web-Designerin und Frontend-Entwicklerin aus Flensburg. Hier schreibe ich über Wordpress, HTML und CSS für alle, die noch ein paar Tricks und Kniffe übers Bloggen lernen möchten und vor allem für all jene, die sich bisher noch nicht an Wordpress ran getraut haben. In meiner Freizeit nähe, stricke, backe und koche ich und probiere Neues aus. Mein Kreativ-Code: www.cozy-and-cuddly.de

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