Suche
Suche Menü

Kann ich mein Blog mit Social-Media berühmt machen?

Das Thema der Woche beim Webmaster-Friday heisst dieses mal: Wie viel Social-Media braucht ein Blog.

Meiner Meinung nach IST ein Blog inzwischen Social Media.

Es gibt doch eigentlich keine statischen Blogs mehr. Jeder Autor hat seine Kommentar-Funktion freigeschaltet und je nach Besucheranzahl und Thema wird fleissig diskutiert.

Laut Wikipedia werden als Social Media (auch Soziale Medien)

Soziale Netzwerke und Netzgemeinschaften verstanden, die als Plattformen zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen dienen.

Das ist doch genau das, was in einem Blog passiert. Das ist doch Social-Media in seiner schönsten Form, man kommuniziert und interagiert zu einem bestimmten Thema.

Trotzdem kommt heute meiner Meinung nach kein Blog mehr ohne Twitter Facebook und Co. aus. Es ist das einfachste Mittel um Empfehlungen auszusprechen. Natürlich kann man auch Beiträge schreiben ohne sie weiter zu twittern und seine Artikel mühsam in verschiedene Dienste einzutragen, aber ich denke man sollte seinen Lesern auch eine simple 1-Knopf-Möglichkeit anbieten, sich einen Post zu merken oder weiterzugeben.

Ich selber bin ein absolutes Social-Media-Victim ;-) Ich habe Accounts überall.. Twitter, Facebook, Mister Wong, Zootool, Last.fm, usw. usw.

Allerdings nutze ich diese Dienste eher um zu sammeln als mich darzustellen. Ich gebe nicht jeden Mist von mir Preis.
In Twitter habe ich meine Follower in Listen einsortiert und nutze diese Listen um an neue Informationen zu kommen und versorge mich dadurch mit den neuesten Trends und Erkenntnissen zu WordPress, Html, CSS usw.

Deswegen finde ich es auch sinnvoll sein Blog mit den bekanntesten Social Media Diensten zu verknüpfen. Ich möchte ja schliesslich gern dass meine Artikel weiterempfohlen werden. Mit Twitter und Facebook ist es sehr einfach und ich denke das bringt auch neue Leser.

Und niemand betriebt ein Blog um nicht gelesen zu werden ;-)

Man könnte jetzt natürlich fragen ob man über Twitter denn wirklich seine Zielgruppe erreicht?

Zwei Argumente sprechen meiner Meinung nach dafür:

1.) Wenn jemand sich auf einem Webdesign Blog befindet und einen Artikel gern weiter empfiehlt, geht er ja davon aus, dass dieser Artikel für seine Follower interessant sein könnte. Meistens folgt man ja Leuten, die der eigenen Berufsgruppe angehören und/ oder den gleichen Geschmack haben. Sonst wären sie ja nicht interessant für mich. Folglich befinden sich unter den Followern eines Webdesigners auch einige Webdesigner.

Und da der durchschnittliche User eher bequem ist, muss ich ihm eine einfache Möglichkeit anbieten. Die Einfachste ist der ReTweet. Da muss man gar nichts machen, nur das Knöpfchen drücken…

2.) Wenn ich mein “Wordpress zu Twitter” Plugin gut konfiguriere sendet es meine Tags als Hashtags mit.
Leute die wie ich ihre Tweets in Tweetdeck o.ä. sortieren und mehrere Suchfelder aktiviert haben, wie z.B. #wordpress #css oder so finden dann einen Artikel von mir automatisch in ihrer Suchleiste wieder.
Ist doch toll!

Jedoch muss man dann darauf achten, dass der Artikel zur richtigen Zeit gepostet wird. Ich gehe davon aus, dass die Zielgruppe während der Arbeit surft…
Aber dank der tollen Funktion in WordPress kann ich ja meinen Artikel zeitgesteuert online schalten…

Allerdings braucht der Autor auch dazu erstmal Follower. Und auch die müssen mühsam gesammelt werden. Und dann gilt auch dort: Content is King! Nur wer interesante oder lustige Tweets verfasst kann eine Menge Themenbezogener Follower sammeln. Und man muss auch dort aktiv werden und Leuten folgen, die einem dann zurückfolgen, wenn man Glück hat.

Über eine eigene Facebook-Seite bräuchte man aber glaube ich nur ab einer größeren Leserzahl nachdenken. Dann macht es aber durchaus Sinn, damit Fans und Leser gleich von neuen Artikeln erfahren. Und ein kleines mal auf “gefällt mir” klicken, bringt ja auch schon wieder eine Darstellung in weiteren Zeitleisten… Man kann dann auch spezielle Plugins einbinden, wie z.B. Wordbooker um die Kommentare der Facebook-Seite auf dem Blog erscheinen zu lassen und umgekehrt. Schon ist alles wieder ein Stücken vernetzter.

Alles in allem kann man abschliessend aber sagen dass der Erfolg eines Blogs sich nur dann einstellt, wenn man qualitativ hochwertige und gut recherchierte Beiträge schreibt, die auch einen Mehrwert für den Leser haben. Und dieses auch regelmässig. Wenn alle Artikel Mist sind, kann man noch so viel twittern, die Leute lesen den Beitrag einmal und kommen dann nicht wieder. Ich selbst bin über Twitter schon auf vielen Blogs gelandet. Wenn mir dann ein Artikel oder das Design gefallen hat, landet mein nächster Klick auf dem “Home” Button und dann schaue ich, was der Autor sonst so schreibt. Und wenn es mir gefällt abonniere ich den Feed und bin ab da treuer Leser :-)

Aber nur durch Social Media allein kann das Blog nicht berühmt werden. Entweder braucht man fundiertes Wissen zu einem (Nischen-) Thema oder eine Meinung die polarisiert. Auf jeden Fall gehört eine Menge Fleiss dazu. Twitter & Facebook allein reichen nicht!

Author:

Ich bin Daniela Müller, Web-Designerin und Frontend-Entwicklerin aus Flensburg. Hier schreibe ich über Wordpress, HTML und CSS für alle, die noch ein paar Tricks und Kniffe übers Bloggen lernen möchten und vor allem für all jene, die sich bisher noch nicht an Wordpress ran getraut haben. In meiner Freizeit nähe, stricke, backe und koche ich und probiere Neues aus. Mein Kreativ-Code: www.cozy-and-cuddly.de

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Daniela,

    dieser Post ist jetzt zwar schon einige Jahre alt, aber ich finde ihn dennoch interessant. Ich empfinde es im Moment so, dass gerade Lifestyle, Fashion und Food Blogs ausschließlich social Media sind. Kommentare kommen nicht von einer festen Leserschaft, sondern von “befreundeten” Bloggern. Hinter hohen Followerzahlen stecken oft Follower 4 Follower Geschichten. Ein Blog muss nicht zwingend besonders guten Content abliefern (ganz mies sollte er natürlich auch nicht sein) sondern sich gut (am besten auf einer freundschaftlichen Ebene) vernetzen. Mich würde es interessieren, wie du die heute Lage in der Bloggerszene siehst.

    Viele Grüße,

    Tina

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.