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Sind zu viele Plugins schädlich für eine WordPress-Seite?

Wie viele WordPress-Plugins solltet Ihr auf eurem Blog installieren? Wie viele Plugins sind zu viel? Sind Plugins  schlecht für die Leistung? Erhöhen Plugins das Risiko von Sicherheitslücken? Ist es nicht besser, Plugins unter allen Umständen zu vermeiden? Dies sind einige der am häufigsten gestellten Fragen, die ich von WordPress Anfängern erhalte.  Besonders in Foren gibt es viele widersprüchliche Angaben zu diesem Thema.

Seit WordPress 1.2, als das erste mal Plugins zu WordPress hinzugefügt wurden, sind Plugins ein Segen für alle Nutzer. WordPress ohne Plugins ist wie eine Küche ohne Essen. Auch wenn der Kern von WordPress, der Aufbau und die Benutzerführung einen großen Teil zum Erfolg der Software beigetragen haben, sind es doch die Plugins, die das System flexibel und erweiterbar und WordPress so beliebt machen. Eine große Community von Nutzern und Anwendern trägt dazu bei, dass es inzwischen fast 26.000 Plugins für WordPress in der WordPress-Plugins Directory gibt.

Der Sinn von Plugins ist WordPress zu erweitern. Und zwar um fast alles, was man sich nur vorstellen kann. Von einfachen Plugins für ein Facebook-Widget zu kompletten Community und Shop-Lösungen ist alles dabei.

Trotzdem hält sich wacker das Gerücht, dass Plugins eigentlich gar nicht so gut für ein Blog sind,  dass zu viele Plugins das Blog langsam machen und ich habe Installationen von WordPress gesehen, in denen nicht ein Plugin installiert ist. Dabei haben Plugins auch viele gute Seiten, z.B. sorgen sie für die Absicherung des Systems oder für regelmäßige Backups.

Plugins gezielt einsetzen

Trotzdem sollte man Plugins gezielt einsetzen. Dieses Gerücht kommt nämlich auch unter anderem davon, dass Designer und Entwicklern teilweise recht frustriert darüber sind, dass ihre Kunden sich fleißig Plugins installieren und das ganze Backend ein einziges Chaos aus nicht benutzten und stillgelegten Plugins ist.
Plugins im allgemeinen sind nämlich gut für die Website, es gibt aber natürlich in der Menge der Auswahl einige die vielleicht tatsächlich schlecht für die Seite sind. Schwarze Schafe gibt es immer.

So bitte nicht

So bitte nicht

Es gibt auch viele tolle Seiten mit Tutorials und Anleitungen darüber, wie man bestimmte Dinge und Funktionen ohne Plugins löst. Zum Beispiel durch Hinzufügen verschiedener Schnipsel zur Functions.php (wir erinnern uns). Das löst in vielen Nutzern eine Unsicherheit gegenüber Plugins aus. Es geht dabei aber mehr um das Prinzip des Selbermachens als darum, Plugins unter allen Umständen zu vermeiden.

Ein Plugin funktioniert genauso wie ein Codeschnipsel in der functions.php, es ist nur eine für den Nutzer angenehmere und leichtere Art sein Blog zu erweitern. Das Plugin „simuliert“ sozusagen den Codeschnipsel.
Dafür müsste man ein kleines bisschen mehr in die Programmierung eintauchen (simpel erklärt):

WordPress ist in PHP geschrieben. Das ist eine Programmiersprache, mehr müssen wir dazu nicht wissen.
Und PHP ist so flexibel, dass man nicht den ganzen Code untereinander in ein Dokument schreiben muss, sondern dass man auch die Anweisung geben kann (vereinfacht) „hol dir die Funktion x aus der Datei „funktion_x.php“  und in dieser Datei steht dann der gleiche Code,  wie in dem Schnipsel, den man von Hand in die functions.php hineingeschrieben oder kopiert hat.

Der Vorteil daran ist, dass die eigentliche Funktionsdatei übersichtlicher ist und man hinzugefügte Funktionen leichter finden bzw. löschen oder ergänzen kann.

Ein Plugin macht dann nichts anderes. Es erweitert die Funktionsdatei um alle wichtigen Anweisungen. Bilder und Inhalte liegen in einem Ordner und können von der Seite an einer vorgegebenen Stelle gefunden werden.

Halten wir also fest: Kopieren wir 10 Funktionen als Code-Schnipsel in unser System ist es, als würden wir 10 Plugins installieren.

Und es gibt auch Gegenargumente für das direkte Einbinden der Funktionen in die functions.php. Abgesehen von der „Gefahr“ für Laien etwas kaputt zu machen, ist es auch so, dass bei einem Wechsel des Templates alle installierten Funktionen verschwinden, denn diese Datei ist direkt an das Template gebunden und bei Wechsel des Templates verschwinden alle säuberlich eingefügten Erweiterungen.

 Viele Anwender erliegen der Illusion, dass der direkt eingefügte Code sicherer ist oder die Seite schneller macht. Das hängt jedoch von der Qualität des kopierten Codes ab und nicht davon, WIE er eingefügt wurde.

Egal ob als Plugin oder direkt eingefügt, schlecht programmierter oder fehlerhafter Code kann die Website verlangsamen oder ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Der Vorteil eines Plugins gegenüber dem eigenen Code liegt dann nämlich eher in der erhöhten Sicherheit. Wenn es nämlich mal eine Sicherheitslücke gibt, sind die meisten Entwickler eines Plugins bemüht, schnell ein Update des Plugins herauszubringen und dieses kann man dann per Klick im Bereich „Aktualisieren“ ganz einfach selbst durchführen.

Also: Es gibt nicht zu viele, es gibt nur gute und schlechte Plugins.

Auf einigen Seiten habe ich 40 Plugins installiert, die ich lange getestet habe und die stetig weiter entwickelt werden und die Seiten laufen stabil und schnell.

Überlegter Umgang mit Plugins

Plugins sind toll. Ich denke, das dürfen wir uns nun merken. Allerdings müssen sie mit Bedacht ausgewählt werden. Überprüft ruhig regelmäßig, ob euch diese oder jene Funktion noch gefällt, Ihr sie noch benutzt oder ob sie noch zeitgemäß ist. In meinem Datensicherungs-Ordner habe ich bestimmt 100 Plugins die ich irgendwann mal installiert habe, von denen aber nur noch 25-30 im Einsatz sind. Jedes installierte Plugin (oder auch jede zusätzliche Funktion) bedeutet eine weitere Datenbankabfrage und einen weiteren Prozess der beim Laden der Seite ausgeführt werden muss, das bedeutet natürlich, dass wir uns trotzdem überlegen müssen, was wir auswählen.

Es ist wichtig, Plugins die man nicht mehr im Einsatz hat, zu deaktivieren und auch vom Server zu löschen. Das spart Platz, und ist übersichtlicher im Blog-eigenen Pluginverzeichnis.

Es gibt Front-End und Back-End Plugins.

Es gibt Plugins die unerlässlich für die Seite sind, wie zum Beispiel Plugins für regelmäßige Datensicherung, SEO-Plugins, Sicherheitsplugins. Die Liste ist lang und gezielt eingesetzt, sind sie eine große Erleichterung für den Betreiber und die Seite an sich.
Ebenso gibt es natürlich tolle Plugins für die „Vorderseite“ des Blogs, die die Interaktion mit den Nutzern spannender machen und die Benutzerführung erleichtern.

Installation der Plugins:

Eine wichtige Faustregel für die Installation eines Plugins: Kein Plugin mit schlechter oder keiner Bewertung installieren. Wenn Ihr euch nicht sicher seit, geht auf die Seite http://wordpress.org/plugins/ und sucht euch das gewählte Plugin mit der Suchfunktion heraus und schaut euch die Bewertungen an. Bei 4-5 Sternen kann das Plugin bedenkenlos installiert und verwendet werden.

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Bewertungen bei WordPress-Plugins

Nächste Woche erzähle ich euch dann von meinen Lieblingsplugins und welche Vorteile sie für euch haben.

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Author:

Ich bin Daniela Müller, Web-Designerin und Frontend-Entwicklerin aus Flensburg. Hier schreibe ich über Wordpress, HTML und CSS für alle, die noch ein paar Tricks und Kniffe übers Bloggen lernen möchten und vor allem für all jene, die sich bisher noch nicht an Wordpress ran getraut haben. In meiner Freizeit nähe, stricke, backe und koche ich und probiere Neues aus. Mein Kreativ-Code: www.cozy-and-cuddly.de

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Daniela,

    mal wieder ein toller Artikel über WordPress. Ich bin immer noch totaler Anfänger in WordPress und deine Zusammenfassungen sind wirklich toll und verständlich geschrieben. Heute schon wieder was gelernt :-) DANKE

    LG

    Andrea

  2. Toller Artikel und auf Rank 1, vor Blogprojekt beim Suchwort „zuviele WordPress Plugins“. Respekt :-)

    Ein Faktor ist noch wichtig.

    Man sollte in der selben Nische nicht 2 Plugins installieren. Diese könnten sich aufheben, Probleme verursachen. :-)

  3. Hallo Daniela,

    toller Artikel, vielen Dank.

    Ich versuche auf meinen Seiten immer erst mal mit WordPress Boardmitteln zu lösen oder selbst ein kleines Skript zu schreiben. Das kann natürlich nicht jeder. Deshalb sind die vielen Plugins ein Segen und sorgen dafür, dass sich viele Leute überhaupt erst an eine eigene WP-Installation wagen.

    Im Schnitt habe ich bei meinen Installationen so 20 Plugins laufen. Diese wähle ich aber mit Bedacht aus. Ich achte dabei auf 3 Punkte:

    1. Anzahl Installationen
    2. Bewertungen
    3. regelmäßige Aktualisierung

    Bisher bin ich ganz gut damit gefahren und hatte keine Probleme.

    Grüße
    Sven

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